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Transfer von Bildung und Wissen in die Zivilgesellschaft der Region Oberschwaben – Regionales Institut für Bildungsconsulting an der Pädagogischen Hochschule Weingarten

Berlin/Bonn, 04.07.2017
Die Pädagogische Hochschule Weingarten überzeugte mit ihrem Antrag „Transfer von Bildung und Wissen in die Zivilgesellschaft der Region Oberschwaben – Regionales Institut für Bildungsconsulting an der Pädagogischen Hochschule Weingarten“ im Bund-Länder-Programm „Innovative Hochschule“. In deutschlandweit 29 Projekten werden in den nächsten fünf Jahren insbesondere kleine und mittelgroße Universitäten sowie Fachhochschulen gefördert, die ihr Profil im Ideen-, Wissens- und Technologietransfer strategisch weiterentwickeln und umsetzen sowie innovative Formen der Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft auf- bzw. ausbauen. Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter www.innovative-hochschule.de.

Abstract

Die Pädagogische Hochschule Weingarten plant mit dem Aufbau eines regionalen Instituts für Bildungsconsulting ihre Kernaufgaben in Forschung und Lehre zu erweitern und damit einen bedeutenden Beitrag zum Transfer von Bildung und Wissen in die Gesellschaft zu leisten. Das Institut wird als Querschnittsbereich in der Hochschule verankert und Projekte des sogenannten Community-based Research (CBR) durchführen. CBR heißt, dass die Hochschule die Forschungsfragen für Projekte direkt von den Partnern aus der Zivilgesellschaft bezieht, während die Ergebnisse in unterschiedlichen Formen wieder direkt in die Gesellschaft einfließen. Die Community-Partner sind somit gleichwertige Projekt-Akteure und zugleich Stellvertreter der Zivilgesellschaft, Untersuchungsgegenstand und übergeordnete Zielgruppe der CBR-Projekte. Ziel ist es, dort Bildungsangebote zu etablieren, wo das formale Bildungssystem endet. Wir gehen davon aus, dass die Lösungen und Modelle, die im Institut gemeinsam mit den Praxispartnern erarbeitet werden, insbesondere auch jene Zielgruppe fördern, die weniger Chancen und Ressourcen für Bildung hat als etwa bürgerliche Kreise. Mit dieser relativ offenen thematischen Ausrichtung ist gewährleistet, dass nicht nur auf Trendthemen, sondern flexibel auf gesellschaftliche Probleme reagiert werden kann. Ein langfristiger Transfer ist nur auf diese Weise möglich. Die im Vorhaben geplanten Projekte finden über die direkte Beteiligung der unterschiedlichen regionalen Akteure (Bildungsbüro Ravensburg, Schulamt Markdorf, Schulamt Biberach, Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Laupheim, Kreismedienzentrum, dem Gesundheitsamt Ravensburg, Talschule Weingarten und Wirtschaftsmuseum Ravensburg) statt; eine weitere Einbindung der Region erfolgt über die schon existierende Web-Plattform (Oberschwabenportal ‒ OPO). Eine Fokussierung erfolgt im Rahmen des Vorhabens vorbehaltlich der endgültigen Mittelzusage zunächst auf die Themenbereiche Ernährung und Gesundheit, Medienkompetenz, Schriftspracherwerb, Lernförderung im Bereich Mathematik, Professionalisierung im MINT-Bereich und Social Entrepreneurship. Beantragt wurden 2,9 Mio. Euro.

Die Transferstrategie der PH Weingarten

Der Transfer von Bildung und Wissen an der Pädagogischen Hochschule Weingarten findet über Projekte des sogenannten Community-based Research (CBR) statt. Über CBR-Projekte sollen das grundständige Studium, die fachübliche Forschung und Kernbereiche der Third Mission miteinander verknüpft werden, um gesellschaftlich relevante Aufgaben – wie Bildungsgerechtigkeit, Geschlechtergleichstellung, Diversität, Flüchtlinge, Inklusion, Medienerziehung, Gesundheitsfragen, Umweltschutz, Demokratie, Kultur – der Region Oberschwaben voranzutreiben. Damit erweitert die Hochschule ihre Kernaufgaben in Forschung und Lehre und leistet einen bedeutenden Beitrag zum Transfer von Bildung und Wissen in die Gesellschaft. CBR unterscheidet sich von anderen Projekten darin, dass es sich um forschungsorientierte Projekte handelt, bei welchen alle Akteure – akademisch Forschende (Lehrende und Studierende), Community-Partner*innen und ggf. weitere Stakeholder – mit dem Ziel der Gemeinnützigkeit in jedem Schritt partizipativ und gemeinschaftlich zusammenwirken. Als Community-Partner können dabei benachteiligte Gruppierungen, also Non-Profit-Organisationen wie Bildungseinrichtungen, Organisationen in der Gemeinde (z.B. Schülerhilfe, Psychologische Beratungsstellen), Vereine, die Stadtverwaltung, aber auch Personengruppen aus der Zivilgesellschaft, die ein gemeinsames Interesse in Bezug auf bestimmte soziale, politische, gesundheitliche oder wirtschaftliche Problemstellungen haben, fungieren. Die Transferstrategie der PH Weingarten wurde vom Senat verabschiedet und ist in gekürzter Fassung einsehbar: Die Transferstrategie der PH Weingarten

Kontakt

Prorektorat für Forschung

Leitung
Prof.in Dr. Karin Schweizer
Tel.: 0751/501-8143
schweizer(at)ph-weingarten.de

Forschungsreferentin
Susanne Weber
Tel.: 0751/501-8057
webers(at)ph-weingarten.de